Samstag, 26. April 2014

Unter Freundinnen (Teil 3)

Unter Freundinnen (Teil 3)
(längere kurze Geschichte 7 oder 8 Folgen)
„Judith, Toni, seid ihr das?“ Ein dunstiges Gespenst trat aus der Ecke, ließ die Nebelhülle fallen und war Alexa. Und indem sie sich ihnen näherte, hatten sie die Antwort, auf ihre Frage, ob sie einen Trainer habe. Sie war jedenfalls muskulös. „Alexa, was machst du hier?“, fragte Judith. „Ihr habt das erwähnt, dass ihr hier seid. Ist doch okay, oder?“ „Bist du schon lange hier?“ „Ein paar Minuten, ich war vorher im Pool.“ „Du in der Sauna“, sagte Toni. „Ich habe mich immer hinter dem Handtuch versteckt, ich weiß.“ „Du warst flach wie ein Pfannkuchen.“
„Spiegeleier hast du sie genannt, Toni. Was ist los Alex-Boy, hast du was zu verstecken? Alex?“ „Du erinnerst daran?“, fragte Toni. „Wie hätte ich es vergessen können. Du hast mir Jungenunterhosen zu meinem dreizehnten Geburtstag geschenkt. Judith, du bist so ruhig, was ist los mit dir? Was ist mit dem Handtuch?“ „Oh Gott, ja“, sagte Toni, „leg das Handtuch zur Seite. Unsere Judith ist so rücksichtsvoll, will dich nicht neidisch machen mit ihren Melonen.“
Judith erwartete keinen Besuch, nicht an einem Dienstagabend. Nachdem sie aus der Sauna gerannt war, hatte sie sich nicht wie gewöhnlich am nächsten Tag bei Toni gemeldet. An einem Dienstag zur „Sex and the City“-Zeit wollte sie nicht gestört werden. Sie startete den Videorekorder und öffnete die Tür.
Alexa brachte ihr die Schwimmbrille, die sie unter der Bank gefunden habe und entschuldigte sich, beinahe hörte es sich so an, als wolle sie sich auch für Toni entschuldigen, die so grob zu ihr gewesen sei, die Primadonna und Anstifterin.
Nach zwei Gläsern Rotwein und leiser Musik löste sich Judiths Verstimmung langsam. Sie ließ sich von Alexa mitnehmen auf die Reise zurück in ihren Garten, wo sie ein Baumhaus, eigentlich nur ein paar Planken zwischen den Ästen, gebaut hatten. Nach dem dritten Glas wusste Judith nicht mehr, ob sie Alexa glauben sollte, wie sehr sie sie vermisst habe, als Toni damals erschienen sei. „Man fühlt sich einsam, wenn man jemanden liebt“, sagte Alex und gab ihr einen flüchtigen Kuss auf die Wange, ohne wieder zurückzusinken. Sie blieb so nah, so nah mit ihrem Mund und der Zunge zwischen den Zähnen und ihre Stimme war so nah, zu nah. Und dann küsste sie sie auf die Lippen und psst, psst! „Ich weiß, was ich tu.“ „Weißt du?“ Und ihre Zunge in meinem Mund. „Stopp!“ „Du willst es, glaub mir.“ „Nein, nicht. Ich weiß nicht, warum du das tust, aber es funktioniert nicht. Was denkst du eigentlich, arme Judith, Eckenlesbe, die archetypische Jungfrau, zu ängstlich damit herauszukommen.“ „Stimmt es denn nicht?“ „Du weißt nichts von mir.“ „Aber Toni weiß es?“
Beim nächsten Treffen, einem Einkaufsbummel, rannte Toni davon. Toni war von Michael, ihrem Geliebten, versetzt worden und drängte Alexa sich endlich zu entscheiden, ob sie das Kleid kaufe oder nicht. Sie sei hungrig.
„Schau dir das an“, sagte Alexa. „Ist okay, wenn du alte Vorhänge magst“, sagte Toni. „Aber Toni, hatte deine Mutter nicht ein Kleid ein bisschen wie das hier? Das Grüne.“ „Ist ein bisschen kurz“, sagte Toni. „Na und, wie deine Mutter es trug.“ „Sie hatte die Größe dafür.“ „Deine Mutter trug es, als sie zu dem Stück kam in die Schule mit ihrem Typen. Wie war noch der Name?“, fragte Alexa. „Vergessen, weiß nicht mehr.“ „Aber er kam doch zur Schule und hat dich in seinem Golf abgeholt. Wie hieß er noch?“, fragte Alexa. „Ich erinnere mich nicht. Ich muss jetzt was essen“, sagte Toni. „Er hat dich immer abgeholt, du siehst nicht gut aus. Toni, warte, Toni! Wo willst du hin? Ich rufe dich an.“
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